Viel habt ihr ja schon aus der Presse erfahren, zu einigen Punkten möchten wir nun Stellung beziehen. Hier die Fakten:

Das Studentenwerk Dresden, Anstalt öffentlichen Rechts, hat Anfang September unsere Sondernutzungsvereinbarung von 05/2013 zum 30.09.2014 außerordentlich gekündigt. Wir bezweifeln aber, dass die vorgetragenen Kündigungsgründe diese außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Deshalb gehen wir dagegen vor und bleiben euch erstmal erhalten. Bis wann ist unklar.

Wir wehren uns und zählen auf Eure Unterstützung!

Zurzeit können wir nicht mehr ordentlich kochen, da unsere Küchenlüftung stillgelegt wurde. Wir bieten euch aber weiterhin Speisen im Rahmen unserer Möglichkeiten an.

Richtigstellungen von Aussagen des Studentenwerkes in der Presse:

  • Wir haben keine Schulden beim Studentenwerk!
  • Das Studentenwerk hat uns nie Flächen auf dem Campus angeboten, auf denen wir ein Bierstubeninterim hätten aufbauen können (auch keine, um deren Genehmigung wir uns selbst hätten kümmern können).
  • Wir haben das New Feeling als Standort nach langer Überlegung abgelehnt, weil wir dort unsere 50 angestellten Studenten und unser Angebot nicht hätten halten können.
  • Wir machen wöchentlich Kultur im Stilbruch in der Neustadt, haben die letzten 2 Jahre Konzerte in der Bierstube etabliert und veranstalten im Semester das UniKino. Das Kulturangebot ist nur zurückgegangen, weil das Studentenwerk unsere Möglichkeiten dafür mehr und mehr beschnitten hat, zum Beispiel durch die Sperrung des Obergeschosses der Mensa für Konzertveranstaltungen, Lautstärkeauflagen für den Biergarten oder die Einschränkung der Anzahl an Veranstaltungen, die wir pro Jahr durchführen dürfen.
  • Das Studentenwerk weiß seit Mai 2014, dass wir seit März/April 2014 zwei neue Kneipen betreiben, um Euch nach der endgültigen Schließung der Neuen Mensa weiter als Kommunikations- und Begegnungszentrum und mit einem reichhaltigem Kulturangebot (Konzerte, Kino, Kneipenquiz) erhalten zu bleiben.
  • Die Bierstube ist nicht einfach nur eine gastronomische Einrichtung. Hier treffen sich wöchentlich Hochschulgruppen, genauso wie Gesellschaftsspielespieler. Der akademische Mittelbau geht bei uns ein und aus. Studenten treffen sich in der Bierstube, um sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen. Professoren werden hier von den Studenten immer gerne zu einem Schwatz empfangen. Das alles ist ganz im Sinne unseres Vereinszweckes. Hinzu kommt die Studentenhilfe in Form der 50 angestellten Studenten, die sich hier ihren Lebensunterhalt verdienen und ihr Studium finanizeren. Mit ihnen zusammen wollen wir auch in Zukunft ein kulturelles Konzept umsetzen, für dessen Ausarbeitung und Umsetzung wir noch Zeit brauchen. Diese Unternehmungen sozialer und kultureller Natur kosten Geld, deshalb sind wir so glücklich, dass ihr unsere Bierstube so liebt! Wir verdienen uns hier keine goldene Nase: das Geld, das wir einnehmen, wird postwendend in andere kulturelle Projekte gesteckt. Wir müssen den Betrieb der Bierstube ordentlich abschließen können, um weiterhin als einer der größten Arbeitgeber für Studenten diesseits der Elbe neben der Uni zur Verfügung zu stehen.
  • Wir verstehen nicht, warum das Studentenwerk als Anstalt öffentlichen Rechts, dessen Aufgabe laut SächsHSFG die Förderung von Kultur ist und welches diese Aufgabe laut eigener Ordnung insbesondere durch Studentenclubs realisiert, hier einen Studentenclub dermaßen in Misskredit bringt.
  • Die Bierstube ist nicht für die hohen Aufwendungen des Studentenwerkes bezüglich der Neuen Mensa verantwortlich, auch verzögern wir nicht die Sanierung. Die Sanierung wird durch die sächsische Landesregierung verzögert, die die Notwendigkeit der Sanierung offensichtlich nicht realisiert und die Gelder deswegen dafür nicht frei gibt. Solange keine 21 Mio. Euro für die Sanierung der Neuen Mensa im Haushalt des Freistaates Sachsens eingestellt werden, kann sie nicht beginnen.
  • Unsere Miete beträgt tatsächlich 600 Euro kalt, allerdings ist dieser niedrige Mietpreis vertraglich an die „studentischen Preise“, die wir für unser gastronomisches Angebot sowie als Eintrittsgelder für Veranstaltungen von Euch verlangen, gekoppelt. Woher die 50.000 Euro Querfinanzierung kommen sollen, wo sie hingehen und in welcher Form wir sie erhalten, wissen wir nicht!
  • Das Studentenwerk hat uns keine Gespräche angeboten, sondern uns zu jeder Zeit nur vor vollendete Tatsachen gestellt. Immer haben wir uns gebeugt, weil wir als Studentenclub in der schwächeren Position waren. Allerdings wollen und können wir dies nicht mehr über uns ergehen lassen.

Sollten wir schließen, erfahrt ihr das von uns, nicht vom Studentenwerk oder aus der Presse!

Pressespiegel

SZ vom 24.03.2014
Pressemitteilung 02/2014 des Studentenwerkes vom 15.04.2014
DNN vom 22.09.2014
SZ vom 29.09.2014
DNN vom 06.10.2014

 

 

Der Autor benutzt im Artikel das generische Maskulinum

Am Montag wurde unsere Küchenabluft vom Studentenwerk stillgelegt. Nach der Wiederinstandsetzung am Dienstag durch einen Fachmann wurde das Stromkabel zum Lüftungsmotor mutwillig gekappt. Deshalb können wir im Moment in der Bierstube kein Essen zubereiten.
Allerdings bieten wir euch ein abgespecktes Angebot an Speisen an, welches gewohnt lecker ist.

Was es gibt, seht ihr in unserer alternativen Speisekarte. Wir versuchen das Angebot konstant zu halten, da wir diese Speisen aber andernorts vorbereiten und sie demnach im Laufe des Tages abverkauft werden könnten, ohne das wir sie neu zubereiten können, entschuldigen wir uns, wenn einige Gerichte alle sind.

Die Idee, leckere Speisen vom Grill anzubieten, wird nicht weiter verfolgt, weil wir Euch nicht mit dem Grilldunst im Biergarten belästigen wollen.

Wir versuchen, das Angebot zu variieren, da wir Euch ja nicht im vollen Umfang aus unserem Bastelkasten verwöhnen können und Ihr Euch nicht an den Speisen satt essen sollt.

Habt ihr Ideen, was wir mal anbieten sollten? Einen fetzigen Salat? Alternativen für den Flammkuchenbelag (Pizza geht nich), Füllung für Crêpes? Ab in die Kommentare damit.

Man sieht es euch an. und man sieht es auch uns an. Die Prüfungszeit trifft einen immer ganz plötzlich.
Ob Technische Mechanik oder Geschichte der Soziologie, Mathematik Verkehrsingenieure oder Struktur und Organisation der Massenmedien. Am Ende steht ihr alle in einer Schlange und wartet auf euer Bier.

Wir sind sehr froh, dass nicht das Bett nach einer durchgemachten Nacht voller Lernstress eure erste Anlaufstelle ist, sondern wir. Wir stehen nämlich auf Bambule. Stellt euch doch mal vor, es ist um 9, und auf einmal stehen da 100 Mann und wollen Bier, ihr macht den Zapfhahn auf und plötzlich ist 17 Uhr und es ist Schichtwechsel. BAM!

Also haltet durch, viel Erfolg, und beehrt uns nach euren Prüfungen. Ihr habt es bald geschafft. :)

comic

kuerzer

Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, dreht sich gerade in Sachsens Bildungslandschaft vieles nicht mehr rund.

In Leipzig mussten aufgrund von Stellenkürzungen das Institut für Theaterwissenschaften und das Institut für Archäologie, geschlossen werden. Die Leipziger Studenten trugen aus diesem Grund zur Buchmesse in Leipzig ihre Volluniversität zu Grabe.

Bis 2020 sieht das Land Sachsen vor über 1000 Stellen im Hochschulbereich zu streichen. In Dresden ist dies bisher nicht spürbar, was im Ganzen nur daran liegt, dass es aufgrund der Exzellenzinitiative eine Kürzungssperre bis 2016 gibt. Danach wird auch bei uns weiter der Rotstift angesetzt.
Institute wie das für Geographie sehen schwarz und auch die bisherigen Pläne an der Philosophischen Fakultät lassen nicht auf rosige Zeiten schließen. Zuletzt wurde hier die Stelle im Zentrum für Sozialwissenschaftliche Methoden gestrichen, die der in Sachsen einzigartige zentrale Methodenausbildung für alle Sozialwissenschaftler möglicherweise den Todesstoß versetzt.

Die sächsischen Studierenden liegen im Pro-Kopf-Zuschuss (Sachmittel, Hochschulbauten, Personal) mit 6350 Euro weit unter dem bundesdeutschen Mitten (6830 Euro – allein in Dresden reden wir hier also von über 10 Mio Euro). Dieses fehlenden Geld wirkt sich in der Anzahl angebotener Tutorien über deren Ausstattung, der Sanierung von Hochschulbauten und zuletzt nötigen Professuren um einen anspruchsvollen Lehrbetrieb zu gewährleisten, aus.

Des Weiteren schrumpfte der Zuschuss der Studentenwerke durch Bundesmittel von 10Mio Euro im Jahr 2000 auf mehr als die Hälfte, was sich in den Essenpreisen in den Mensen, dem immer weiter steigenden Semesterbeitrag und mangelhafter psychosozialer Beratung durch das Studentenwerk widerspiegelt.

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften ruft deswegen zusammen mit den Studentenräten der Hochschulen am 25.06.2014 ab 13 Uhr in Leipzig am Augustusplatz zur Bildungsdemo unter dem Motto “Kürzer geht’s nicht – Bildung braucht Zukunft” auf.
In Dresden wird 9:30 Uhr am Hauptbahnhof ein Sonderzug nach Leipzig fahren, um allen Studierenden einen adäuaten Anfahrstweg zur Demo zu ermöglichen.

Der Klub Neue Mensa und die Bierstube rufen solidarisch alle Studierenden auf, sich an dieser Demo zu beteiligen! Der Senat der TU Dresden und der Rektor fordern für diesen Mittwoch, keine prüfungsrelevanten Inhalte zu lehren

-Nancy